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  • Werner Forßmann Krankenhaus Eberswalde: 0 33 34 / 69-0
  • Martin Gropius Krankenhaus Eberswalde: 0 33 34 / 53-0
  • Krankenhaus Angermünde: 0 33 31 / 271-0
  • Kreiskrankenhaus Prenzlau: 0 39 84 / 33-0

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Dicke Luft – Gefahr für die Lunge

Nachrichten über Abgas-Skandale oder die Überschreitung von Feinstaub-Belastungen in Großstädten und das Fehlen seriöser Informationsangebote zu den Auswirkungen der Luftschadstoffe haben die Deutsche Atemwegsliga veranlasst, den diesjährigen 21. Deutschen Lungentag unter das Motto zu stellen: „Dicke Luft – Gefahr für die Lunge“. Bundesweit finden dazu im September Veranstaltungen statt, so auch in dieser Woche im Krankenhaus Angermünde. Das Krankenhaus ist auf die Behandlung von Lungen- und Atemwegserkrankungen besonders spezialisiert und übernimmt damit eine wichtige Partnerfunktion im Netzwerk für Lungenerkrankungen Nordost-Brandenburg.


Für die Informationsveranstaltung in der Caféteria des Krankenhauses hält Oberarzt Dr. Elmar Grimm viele interessante Fakten bereit. „Selten ist uns bewusst, welche Höchstleistungen unsere Lunge vollbringt“, sagt er. „Mit mehr als 17.000 Atemzügen am Tag schafft sie es, zirka 12.000 Liter Luft aufzunehmen und mit dem enthaltenen Sauerstoff rund 7.200 Liter Blut zu versorgen. Leider verwöhnen wir sie nur selten mit sauberer Luft am Meer oder im Hochgebirge. Stattdessen sind wir häufig dicker Luft ausgesetzt, der wir uns kaum entziehen können.“


Feinstaub, Stickstoffdioxid, Zigarettenrauch und anderes mehr fügen der Lunge und dem gesamten Organismus Schaden zu. Schlechte Umweltbedingungen und die ungesunde Lebensweise vieler Menschen tragen zu der Entstehung von Lungen- und Atemwegserkrankungen bei. Deshalb ist es wichtig, neben der Weiterentwicklung der Behandlungsmöglichkeiten auch die Prävention zu stärken.


„Wir beteiligen uns am Deutschen Lungentag, weil wir die Notwendigkeit sehen, das vorhandene Wissen über die Vermeidung von Lungenkrankheiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, sagt Dr. Christoph Arntzen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des Krankenhauses und Lungenspezialist. „Deshalb hat das Thema Vorbeugung im Lungennetzwerk ebenso viel Gewicht wie das Thema Behandlung.“


Seit zwei Jahren ist das Krankenhaus Teil im Netzwerk für Lungenerkrankungen Nordost-Brandenburg, das inzwischen 33 Mitglieder in drei Landkreisen hat, darunter weitere Krankenhäuser, Arzt- und Facharztpraxen, Therapeuten, Selbsthilfegruppen. Ziel ist ein gemeinsames flächen¬deckendes und umfassendes medizinisches Versorgungsangebot auf dem Fachgebiet der Lungenheilkunde, in dem alle dafür nötigen Kompetenzen vereinigt sind, welche dem Patienten wie aus einer Hand zur Verfügung gestellt werden können.


„Dafür sind die Teilnehmer des Netzwerkes in engem Kontakt – über Telemedizinstrukturen, die deutlich ausgebaut wurden und über regelmäßige Treffen wie z.B. das sogenannte Emphysem-Board, wo die Ärzte sich zu den vorliegenden Diagnosen und Krankheitsverläufen abstimmen“, so Dr. Christoph Arntzen.  „Wir wollen, dass jeder Patient die für ihn beste Therapie erhält.“


In der Region stehen dafür modernste Möglichkeiten zur Verfügung. So können immer mehr Eingriffe ohne große Körperschnitte per Endoskop erfolgen. Auch sehr innovative Verfahren wie die Entlüftung einer überblähten Lunge durch den Einsatz winziger Ventile oder die Lungenvolumenreduktion mit implantierten Spiralen, sogenannten Coils, sind in den Krankenhäusern der Region möglich. Im Werner Forßmann Krankenhaus in Eberswalde wird die Lungenchirurgie derzeit weiter ausgebaut. Bis vor kurzem war hier der erfahrene Lungenchirurg Prof. Dr. Arpad Pereszlenyi im Rahmen einer Kooperation mit dem Vivantes Klinikum Berlin-Neukölln als externer Operateur tätig, stand einmal in der Woche für Sprechstunden und als Konsiliararzt zu Verfügung. Seit Anfang Juli ist er nun im vollen Umfang im Eberswalder Krankenhaus beschäftigt, hat hier die Leitung der Thoraxchirurgie übernommen.


„Es hat sich gezeigt, dass der Bedarf im Bereich der Lungenchirurgie sehr groß ist und offenbar weiter steigt, was einerseits mit der demografischen Entwicklung zusammenhängt, zum anderen aber auch mit den weiter zunehmenden Möglichkeiten der Medizin“, sagt Prof. Dr. Arpad Pereszlenyi. „Die Heilungsprognosen von chronischen Lungenerkrankungen haben sich durch neue Verfahren weiter verbessert.“


Das betrifft die gesamte Breite  an Lungenerkrankungen, insbesondere Operationen bei Lungenkrebs oder funktionsverbessernde Eingriffe bei COPD. Aber auch seltenere Diagnosen wie eine vereiterte Rippenfellerkrankung aufgrund einer verschleppten Lungenentzündung können eine Operation erforderlich machen, in diesem Fall sogar mit notfallmäßiger Dringlichkeit.


Prof. Dr. Arpad Pereszlenyi hat an der Universität von Bratislava Medizin studiert und Erfahrungen in der praktischen Chirurgie insbesondere am Wiener Klinikum für Herz- und Thoraxchirurgie erworben, bevor er an weiteren Krankenhäusern wie dem Vivantes Klinikum in Berlin tätig war.


„Wir freuen uns sehr, dass wir über solche außergewöhnlichen Kompetenzen im Netzwerk verfügen und den Patienten von der Lungenfunktionsprüfung in der Facharztpraxis über die medikamentöse und chirurgische Therapie im Krankenhaus bis hin zum Lungenrehabilitationssport, Raucherentwöhnungskursen, Asthmaschulungen und vielem mehr die gesamte Breite der möglichen Behandlungen von Lungen- und Atemwegserkrankungen in der Region anbieten können“, sagt Dr. Christoph Arntzen. „Vor allem aber kann jeder auch selbst zu seiner Gesundheit beitragen, indem er Gelegenheiten wie den Deutschen Lungentag dafür nutzt, sich zu informieren und ¬gesundheitsorientiert zu leben.“

 

 


Verfasst am: 24.09.2018

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