115 Jahre Krankenhaus Angermünde
Krankenhausgeschichte
Ärztliche Leiter von 1896 -2008
- Herr Dr. Albert Comolle
- Herr Dr. Vester
- Herr Dr. Kirwitzki
- Herr Dr. Karl Dalichow
- Herr Dr. Georg Zur
- Herr Dr. Hans-Jürgen Rentsch
- Herr Dr. Claus Dolkeit
- Herr Dr. Eberhard Bräter
- Herr Dr. Werner Scheithauer
- Frau PD Dr. Gudrun Richter
- Herr Dr. Christoph Arntzen (seit 01.04.2009)
Leitende Pflegekräfte von 1896-2008
- Frau Frieda Sannemann
- Frau Käthe Kukla
- Frau Gerda Schwiertz
- Frau Edith Wegner
- Frau Käthe Höhne
- Frau Marlis Glasow
- Frau Annerose Prager
Stationäre Gesundheitsversorgung im Wandel der Zeit
Das Krankenhaus Angermünde wurde in den Jahren 1894 bis 1896 errichtet und im April 1896 in Betrieb genommen. Damit verfügte das Städchen Angermünde für seine Bürger erstmals über ein Krankenhaus, in dem alle stationären Leistungen der damaligen Zeit erbracht werden konnten. Bis zur Inbetriebnahme des Krankenhauses war die stationäre Gesundheitsversorgung der Angermünder Bevölkerung beschränkt auf:
1857 | In der Jägerstraße 1 existiert die Vorstufe eines kleinen Krankenhauses in Form einer einzigen Krankenstube mit einer zweiten Stube, der Wohnung des Krankenwärters und der Hinterstube zur Aufnahme obdachloser Personen. |
1869 | Die Stadtbekam ein Krankenhaus, welches aber als Garnisionslazarett übergeben wurde (wohl das jetzige Alters- und Pflegeheim in der Jägerstraße). Links daneben wurde in einem Flachgebäude durch „gründliche Reparatur und komfortable Einrichtung“ ein kleines Krankenhaus geschaffen. |
1893 | Außerhalb des Krankenhauses wurden Vereine gegründet, die sich die Pflege und und Unterstützung von Armenkranken zur Aufgabe machten. |
1894/96 | In der Rudolf-Breitscheid-Straße, früher Altkünkendorfer Straße, wurde der Grundstock des heutigen Krankenhauses, ohne Seitenflügel, gelegt. Es wurde für 40 Betten eingerichtet und am 27.April 1896 eingeweiht. |
1925 | erfolgt die Inbetriebnahme der früheren kleinen Kinderheilstätte „Waldfried“ mit 26 Betten und einer Liegehalle. Hier erholten sich die Patienten nach Operationen und es erfolgte eine Nachbehandlung der Patienten mit Erkrankungen der oberen Luftwege mit Frischluftheilkuren. |
1925-30 | Das kleine Angermünder Kreiskrankenhaus wurde zum heutigen neuen Krankenhaus erweitert. Ein Architekt aus Berlin (Max Werner) erhielt den Auftrag, das vorhandene Krankenhaus baulich umzugestalten und auf ein Bettenkapazität von 128 zu erweitern. Vom alten Krankenhaus, dessen Grundmauern noch verstärkt werden mußten, ist nicht viel geblieben. Man kann praktisch von einem Neubau sprechen. |
| Es wurden verschiedene Räume für die Patienten eingerichtet. Für Patienten erster und zweiter Klasse schöne Ein- und Zweibettzimmer, wenig Dreibettzimmer und vier große Krankensäle mit bis zu 15 Betten für die einfachen Patienten. |
1941 | begann mit dem Bau einer Prosektur. |
nach 45 | In der Nachkriegszeit geriet das Krankenhaus in eine trostlose Situation:Das Inventar ging verloren, auch fehlten Ärzte und Schwestern. Dagegen traten Seuchen auf und machten Krankenhausaufnahmen in riesieger Zahl notwendig. Die 128 Betten reichten nicht aus und es wurden Notstationen in der Oberschule und im früheren Schwesternhaus „Haus Grete“, jetzige Rudolf-Breitscheid-Straße, errichtet. Das verbliebenen Personal hatte unter den schwierigsten und primitivsten Umständen zu arbeiten. In den Einrichtungen fehlten fast vollständig Wasser sowie Pflegematerial und Medikamente. Durch den Nahrungsmittelmangel und durch die nervliche und körperliche Belastung wurden die sehr geschwächten Schwestern infiziert und starben mitunter an Seuchen.Dann kam die Zeit des Wiederaufbaus im Krankenhaus: Inventar, Pflegematerial und Medikamente wurden beschafft, und die Ärzte nahmen ihre Arbeit wieder auf. Die Zahl der Kranken nahm ständig zu und so wurden Tagesräume, Schwesternzimmer usw. zu Krankenzimmern umgestaltet, un man erreichte eine Höchstkapazität von 384 Betten. Zur Chirurgischen und zur Inneren Abteilung sind später noch eine Kinderärztliche und eine Frauenabteilung hinzugekommen. |
1955 | Seit 1955 gab es eine leistungsfähige Großsterilisationsanlage, auch die Geräte und Instrumente der Röntgenabteilung, des Labors, der Sektionsabteilung und der Diagnostischen und Therapeutischen Abteilung wurden dem Niveau der neuzeitlichen Krankenhäuser angeglichen. |
1961 | wurde die Kinderabteilung mit 43 Betten eröffnet. |
1971 | Um Frischoperierte, Unfallpatienten, Vergiftungen usw. intensiver zu pflegen und zu betreuen, wurde eine Wachstation geschaffen. |
1973 | wurden die Gynäkologische Abteilung und die Infektionsstation in das neu entstandene große und moderne Krankenhaus in Schwedt verlegt. |
1973-78 | gab es umfangreiche Rekonstruktionen des gesamten Krankenhauses. 1977 zog die Innerne Männerstation für ein Jahr in die rekonstruierte Baracke und die Chirurgische Männerstation befand während dieser Zeit auf der ehemligen Gynäkologischen Station. |
1978 | Schon im August 1978 konnten die beiden Männerstationen in ihre alten Bereiche zurückziehen, die jetzt dem Anspruch einer besseren Patientenbetreuung gerecht werden.Aus den noch bestehenden Krankensälen wurden kleinere Patientenzimmer mit 2-5 Betten geschaffen. Darüber hinaus erhielt jedes Zimmer einen Warm- und Kaltwasseranschluß, helle Fußbodenbelege und Gardinen.Am 16.06.1978 erfolgte die Übergabe der neugeschaffenen Herzstation im Sockelgeschoß. |
1979 | Am 31.01.1979 war die Bauabnahme der Bäderabteilung in der Herzstation. |
1980 | Beginn der Arbeit des Herzrehabilitationszentrums mit vorerst noch beschränkter Bettenzahl, da der Anbau und die Rekonstruktion des Sockelgeschosses noch nicht abgeschlossen war. Im Oktober 1981 stand die volle Kapazität mit 36 Betten zur Verfügung.In diesem Jahr begann auch der Anbau der Röntgenabteilung und des OP-Trakts. |
1990-91 | Abriß des alten Wäschereigebäudes, Sprengung des ungenutzten Schornsteines im Innenhof, Befestigung des gesamten Innenhofs, Neugestaltung der Außenanlage, Verlegung einer neuen Heizungstrasse. |
1991 | Im Sommer bekommt das Krankenhaus Angermünde eine neue Rechtsform. Es wird eine landeseigene Krankenhausbetreibergesellschaft gegründet, die den Namen Medizinisch-Soziales Zentrum (MSZ) Angermünde gGmbH trägt. |
1992 | In den Nachwendejahren kämpft das Krankenhaus Angermünde ums Überleben. In der geplanten Neuordnung der Krankenhauslandschaft für das Land Brandenburg droht der Standort Angermünde zwischen Prenzlau, Schwedt und Eberswalde gestrichen zu werden. Gleichzeitig soll im Rahmen des Landesplanes "Aufbruch Psychiatrie" eine Abteilungspsychiatrie an einem Allgemeinkrankenhaus zur Vollversorgung im Landkreis Uckermark gegründet werden. Mit der Entscheidung, Angermünde dafür zu wählen und somit die Innere Abteilung zu erhalten, entsteht die Chance, ein Krankenhaus mit besonderem Profil einer ganzheitlichen Medizin für Körper und Seele aufzubauen. Diese Entscheidung sichert stabil und langfristig die Existenz des Krankenhauses und der Fördermittel. Die neu berufene Chefärztin PD Dr. med. Gudrun Richter, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin, beginnt unverzüglich mit dem Aufbau der Psychiatrischen Abteilung, d.h. der Gewinnung und Qualifizierung von Fachpersonal. |
1993 | Die Psychiatrische Abteilung wird mit zunächst 16 Betten eröffnet. Ein Jahr später kommt eine zweite Station hinzu. Ebenfalls als konzeptionelle Besonderheit wird unter dem Dach des Krankenhausträgers eine mit der klinischen Behandlung Suchtkranker vernetzte ambulante Suchtberatung eingerichtet. Die EEG-Abteilung nimmt ihre Arbeit auf. |
1995 | Die Außenstelle der Psychiatrischen Fachabteilung des Krankenhaus Angermünde, die Psychiatrische Tagesklinik, wird in Schwedt eröffnet. Dort werden psychisch Kranke aus Schwedt und Umgebung tagsüber betreut und behandelt. Die Tagesklinik hat 18 Plätze. PD Dr. med. Gudrun Richter wird Leitende Chefärztin des Krankenhauses. Das Krankenhaus erhält eine völlig neugebaute Küche. |
1996 | Am 2. September feiern 200 geladene Gäste aus Politik, Medizin und Wissenschaft das 100jährige Bestehen des Krankenhauses. Sozialministerin Regine Hildebrandt (SPD) spricht von einer Umprofilierung der Krankenhauslandschaft in Brandenburg. |
1998 | Im Besein von Brandenburgs Sozialministerin Regine Hildebrandt wird am 7.Mai der Grundstein für ein neues Bettenhaus der Psychiatrie gelegt. Die Baukosten betragen 19 Millionen Mark, finanziert aus Mitteln des Landes und des Landkreises Uckermark. |
1999 | Im Oktober 1999 wurde in Criewen eine Wohnstätte für chronisch mehrfach geschädigte Alkoholkranke eingeweiht. |
2000 | Der moderne Neubau der Psychiatrischen Klinik wird im Oktober eröffnet. Die stationäre Kapazität der Klinik erhöht sich von 55 auf 72 Betten. Neben zwei allgemeinpsychiatrischen Stationen gibt es eine Station Abhängigkeitskranke und eine Station für Psychotherapie. Die Klinik kann damit den Psychiatrischen Vollversorgungsauftrag für den Landkreis Uckermark übernehmen. |
2002 | Im Frühjahr beginnt eine umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Altbaus im Bauhausstil. Die Flure werden verbreitert, moderne Krankenzimmer eingerichtet neue Medizintechnik angeschafft, darunter ein Computertomograph und Geräte zur Teleradiologie. Die Sanierung läuft bei vollem Betrieb des Krankenhauses. 8,2 Millionen Euro stellen das Land Brandenburg und der Landkreis dafür zur Verfügung. Im Juli übernimmt Chefarzt Dr. med. Christoph Arntzen die Leitung der Klinik für Innere Medizin. Der Facharzt für Innere Medizin und Lungenheilkunde legt den Schwerpunkt der Klinik auf die Behandlung von Lungenkrankheiten. |
2003 | Die Klinik für Innere Medizin bekommt eine moderne Endoskopieabteilung. Später kommen ein Schlaflabor und eine neue Intensivstation hinzu. Die Klinik für Innere Medizin hat jetzt 3 Stationen mit 45 Betten. |
2004 | Die MSZ Angermünde gGmbH vergrößert sich. Am 01.Januar wird das Kreiskrankenhaus Prenzlau in die Gesellschaft eingebunden, der Name MSZ Angermünde gGmbH wird in MSZ Uckermark gGmbH geändert. |
2005 | Die MSZ Uckermark gGmbH fusioniert im September mit der ESGH Eberswalder Sozial- und Gesundheitsholding. Der neue Verbund trägt den Namen GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH. Gesellschafter dieses Konsortiums sind der Landkreis Barnim (71,1%), der Landkreis Uckermark (25,1%) sowie die Stadt Eberswalde (3,8%). Die GLG hat mehr als 2000 Mitarbeiter und ist damit größter Arbeitgeber in der Region. |
2006 | Im Februar wird dem Krankenhaus Angermünde das KTQ-Zertifikat durch die Firma QMS Cert Zertifizierungsgesellschaft verliehen. Der denkmalgerechte Umbau des Altbaus im Krankenhaus Angermünde ist nach vier Jahren Umbauzeit beendet. Am 27.September findet der feierliche Festakt anlässlich der Übergabe statt. |
2008 | Eröffnung der Wohnstätte für chronisch psychisch Kranke in Criewen mit 16 Plätzen am 01.05.2008. |
2009 | 2009 In der Zeit vom 19.01. – 21.01.2009 stellte sich das Krankenhaus erneut der KTQ-Qualitätsprüfung und schloss die Rezertifizierung erfolgreich ab. Die Übergabe des KTQ-Zertifikates erfolgte am 09.04.2009. |
2010 | Im Februar 2010 wurde beschlossen, eine Skulptur des Bildhauers und Plastikers Herrn Joachim Karbe für das Krankenhaus Angermünde durch Spendenmittel anzukaufen. Ein entsprechender Spendenstein wurde am 17.02.2010 im Foyer des Krankenhauses Angermünde feierlich aufgestellt. |
2011 | Einführung von gesundheitsfördernden Maßnahmen/Veranstaltungen für alle MitarbeiterInnen des Krankenhauses Angermünde Im März 2011 wurden für die Endoskopieabteilung zwei neue, hochmoderne Endoskopiegeräte angeschafft. Diese ermöglichen Untersuchungsbilder in außergewöhnlicher Qualität (Auflösung in HD+). |
